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Neuigkeiten

Die WHRC erklärt ihre Unterstützung mit dem Lesbenfrühlingstreffen 2021 - 3. Mai 2021

Die Women's Human Rights Campaign (WHRC) verurteilt die entsetzlichen und unbegründeten Angriffe auf das Lesbenfrühlingstreffen, das vom 21. bis 23. Mai in Bremen stattfindet. Das Lesbenfrühlingstreffen ist eine traditionelle jährliche Lesbenkonferenz mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - fast 70 - darunter Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen, Kunstausstellungen und Musikaufführungen.

Wir stehen in Solidarität mit dem Lesbenfrühlingstreffen und sind zutiefst enttäuscht, dass zu den AnführerInnen dieser Angriffe nicht nur private Trans-Aktivistengruppen, sondern auch "Queer-FeministInnen" und sogar Bundesstiftungen gehören. Dem Lesbenfrühlingstreffen, das seit 47 Jahren fast jedes Jahr in verschiedenen Städten Deutschlands stattfindet, droht der Entzug lebenswichtiger Gelder, eine beispiellose Einmischung in die Programmgestaltung, inakzeptable Prüfungsbedingungen für künftige Förderanträge und eine ungerechtfertigte Schädigung seines Rufes.

Das Lesbenfrühlingstreffen heißt alle Lesben willkommen: Frauenliebende Frauen, Frauen, die lesbisch leben, lesbenidentifizierte Lesben, Late Bloomers, Ur- und Bewegungslesben, Jüdische Lesben, Schwarze Lesben, Lesben of Color, Lesben mit und ohne Kinder, Lesben mit Behinderung, Lesben unterschiedlicher kultureller und sozialer Hintergründe, geflüchtete Lesben, Lesben aus Osteuropa und dem Globalen Süden, intersexuelle Lesben, detransitionierte Lesben und Lesben im Coming-out. Der Vorstand des Lesbenfrühlingstreffens hat sich allerdings die Freiheit genommen, nicht explizit Männer und Frauen einzuladen, die eine Trans-Identität beanspruchen. Neben vielen anderen gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die sich mit der zunehmenden Dominanz des "Trans-Zuges" innerhalb der Frauen- und Lesben-Communities auseinandersetzen. Aus diesem Grund steht das Lesbenfrühlingstreffen vor großen Schwierigkeiten. Um Unterstützung zu zeigen, erwägen Sie bitte, ein Ticket hier zu kaufen oder über PayPal unter [email protected] zu spenden.

Als Teil ihrer Angriffe auf das Lesbenfrühlingstreffen haben mehrere Gruppen und Einzelpersonen auch WHRC diffamiert und uns fälschlicherweise als eine in den USA ansässige Organisation dargestellt. Wir sind eine unabhängige internationale Organisation mit Sitz in Großbritannien, die sich weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen auf der Grundlage ihres Geschlechts einsetzt und sich ausschließlich durch Spenden finanziert. Sie können unsere FAQs hier lesen.

WHRC International und WHRC Deutschland

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April 2021: Unsere Kontaktfrau für Deutschland schrieb einen Brief in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, in dem sie das Konzept "Genderidentität" als ein sexistisches soziales Konstrukt, die Medikalisierung von Kindern, die Rolle des medizinischen Industriekomplexes und den affirmativen Ansatz sowie die esoterische Sprache des Arztes kritisierte, auf dessen Gastkommentar der Brief Bezug nimmt.

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Zum Gastkommentar von Thomas Lempp „Transgender in der Praxis“ (F.A.Z. vom 30. März): Ich wundere mich, wie sehr eine esoterische Sprache von Teilen der ÄrztInnenschaft bereits übernommen wurde, sobald es um das Thema Genderidentitäts-Ideologie geht. So spricht Herr Lempp in seinem Gastbeitrag von „Zuweisungsgeschlecht“. Nein, Geschlecht wird nicht „zugewiesen“, sondern bei der Geburt wahrgenommen. Und das ist in den meisten Fällen ein einfacher Vorgang. Jemand ist auch nicht „als Mädchen aufgewachsen“ (was meint er denn hiermit?), sondern jemand ist ein Mädchen oder ein Junge und wird unweigerlich zur Frau oder zum Mann. Das Geschlecht ist nicht änderbar.

Auch die Erwähnung, als Arzt vielleicht ein „straight ally“ zu sein, führt die Menschen aufs Glatteis. Denn es suggeriert, das medizinische beziehungsweise Modelabel „Geschlechtsdysphorie“ und „Transgender“ habe eine Verwandtschaft mit Lesbisch- und Schwulsein. Lesben und Schwule jedoch wollen nichts an ihrem Körper ändern lassen, negieren das Geschlecht in seiner leiblichen Form nicht und nehmen das Geschlecht in seiner herkömmlichen Bedeutung sogar zum Ausgangspunkt ihrer sexuellen Orientierung.

Dieselben Bauchschmerzen bereiten mir Konzepte wie das von Herrn Lempp postulierte „Geschlechtsempfinden“. Man möchte ihn fragen: Können Sie Ihr eigenes „Geschlechtsempfinden“ beschreiben, ohne dabei in eine Aufzählung von Geschlechterstereotypen abzudriften? In meiner fünfjährigen Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin wie auch in meinem Psychologiestudium habe ich von diesem ominösen „Geschlechtsempfinden“ nämlich nie etwas gehört. Und auch in meinem eigenen Leben kann ich mit diesem sexistischen Konstrukt wenig anfangen.

Der Glaube, dem anderen Geschlecht „anzugehören“, ist keine „Entwicklungsvariante“, sondern eben ein Glaube. Er basiert nicht auf Fakten, sondern auf Gefühlen und einer postulierten Identität. Die Unterstützung der Kinder, die sich im „falschen Körper“ wähnen, kann nicht darin bestehen, diesen Glauben selbst zu übernehmen, sondern darin, diesen Glauben, der nach dem „affirmativen Modell“ unweigerlich zu schädlichen hormonellen und chirurgischen Eingriffen führt, zu hinterfragen. Die Engländerinnen sagen dazu: Jemand muss hier der Erwachsene im Raum sein. Genau dem verweigert sich Herr Lempp aber offensichtlich.

Wir müssen verstehen, dass „trans“ eine von MedizinerInnen hervorgebrachte Erfindung ist. Das heißt nicht, dass Kinder und Jugendliche nicht glauben, dass das Label „trans“ ihre Gefühle und ihr Erleben tatsächlich beschreibt. Es ist dennoch eine Erfindung. Und deshalb ergibt es auch keinen Sinn, von „Trans-Personen“ zu sprechen. Denn was genau soll das sein? Ich stelle mir drei Möglichkeiten hier als Antwort vor. Entweder es beschreibt eine Symptomatik, im Sinne einer Geschlechtsdysphorie, also das Leiden an dem geschlechtsbezogenen Körper. Dann möchte ich diese Menschen nicht auf dieses Leiden reduzieren. Sie bleiben trotz des Leidens Mädchen und Jungen, Männer und Frauen und sind mehr als ihre Symptome. Schließlich sagen wir auch nicht „Depressions-Menschen“, „Angst-Menschen“ oder „Schizophrenie-Menschen“. Oder meint Herr Lempp damit eine Identität? Wenn wir uns diese genauer anschauen, ist es jedoch eine Identität, die erstens auf traditionellen Geschlechterstereotypen beruht, zweitens an Medikalisierung gekoppelt ist und drittens Dissoziation (Loslösung vom eigenen Leib) normalisiert. Alles nichts Erstrebenswertes, was es zu beklatschen gilt.

Wir müssen auch verstehen, dass hinter der Trans-Agenda der industrielle Medizin-Komplex (IMK) mit steigenden Gewinnspannen unvorstellbaren Ausmaßes steht. Ärzte wie Herr Lempp sind eigentlich Geschlechtsrollen-Ärzte. Sie diagnostizieren Geschlechterrollen und tragen mit ihren Interventionen dazu bei, dass sich Geschlechterrollen verfestigen. Wir werden in ein paar Jahren sehen, dass diese Gender-Medizin zu den größten Medizinskandalen in der Geschichte gehört. Nichts, worauf jemand stolz sein könnte, daran mitgewirkt zu haben.

Quelle: Briefe an die Herausgeber

Sehen Sie hier ältere Neuigkeiten.

Stellungnahmen von WHRC Deutschland

Hier lesen Sie unsere Stellungnahme zum Antrag (19/26980) der Partei Die Linke zum Recht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung (17.03.021). Den Antrag und die erste Lesung dazu finden Sie hier.

Lesen Sie hier unser Pressestatement zum Internationalen Frauentag. Darin fordern wir die Bundesregierung auf, Frauen, die sich für geschlechtsbedingte Rechte einsetzen, in die Beratungen zu "Gender"-Gesetzen einzubeziehen (04.03.21).

Lesen Sie hier unsere Stellungnahme zum Antrag von Bündnis 90/Die Grünen über ein Gesetz zu "LGBTI-Hasskriminalität" (03.03.21).

Lesen Sie hier unsere Antwort auf die Positionierung von Münchner Anlauf- und Gleichstellungsstellen zur "Erklärung zu den geschlechtsbedingten Rechten der Frau" (10.12.20).

Hier lesen Sie unsere Stellungnahme vom 13. Oktober 2020 zu den Gesetzentwürfen von Bündnis 90/Die Grünen zur Aufhebung des Transsexuellengesetzes und Einführung eines Selbstbestimmungsgesetzes (19/19755) sowie der FDP „zur Stärkung der geschlechtlichen Selbstbestimmung“ (19/20048).